Der Gründer der Musterbruch GmbH im Interview

Warum wir uns engagieren?

Das dezentrale, föderalistische Erfolgsmodell Schweiz braucht einen enkeltauglichen, digitalen Reboot. Wir begleiten mutige Politiker:innen, Arealentwickler, Mäzene, Unternehmer:innen und Wissenschaftler:innen ausserhalb der Metropolen mit Impulsen, um den Musterbruch weg von «Beton» hin zu Menschen zu ermöglichen, weil sie Innovation und Entwicklung bringen und machen. Dafür gilt es sie mit all ihren Vorzügen und Schatten zu lieben und anzunehmen. Das beginnt bei sich selber. 

Die Welt steht vor ihrer grössten Herausforderung und die Schweiz vor der Aufgabe das Erfolgsmodell zukunftsfähig zu machen. Weil das nicht nur bei neuen wirtschaftlich tragfähigen Lösungen (Hardware) beginnt, sondern auch bei der Software (Haltungen, Kulturen) dazu, braucht es mutige Menschen. Denn die Masse aus Individuen und Kollektiven hat Angst etwas zu wagen. Mehr noch, viele sind verwirrt vom vielschichten Wandel und suchen Orientierung in bestehenden Denkmustern, weil diese Integration einfacher ist. Was das auslöst, wissen wir seit einigen Monaten schmerzlich. Ian Goldin bringt dies in seinem TED-Talk auf den Punkt. Der Musterbruch hilft vom Neuen ins Überholte zu schauen und umgekehrt den Weg zu gehen. Was darf jede:r in seinen synaptischen Denkstrukturen durch neue Praktiken und Geschichten ersetzen und mit Fakten untermauern? Denn ohne diesen Schritt kooperieren wir vielleicht mehr, aber das Fundament bleibt das Gleiche. Wir schauen auf Ungleichheiten, Wachstum, Orte und Bewusstsein für neue Muster. Dabei ist der zentrale Musterbruch, dass wir nicht mehr nur in Beton und Struktur investieren, sondern in Menschen und ihre Entwicklung.

ein erweiterter Blick auf Ungleichheiten

Chancengleichheit ist der Schlüssel in einer vielfältigen, hypervernetzten Welt. Firmen können jenseits von NewWork und Regionen jenseits von Konkurrenzmustern Potenziale entfalten, indem sie neue Muster verstehen und sie als Führungskräfte reflektieren und integrieren.

ein erneuertes Wachstumsverständnis


Einige machen das Wachstum als Schuldigen aus. Stimmt das? Schauen wir kollektiv weg oder bisher nur ganz wenige mit allen möglichen Brillen hin? Ändert sich etwas wenn wir lineares Wachstum durch ein inneres Wachstum ersetzen? Wir schauen hin und testen Thesen in der Praxis.

ein veränderter Blick auf Orte


die Bedeutung zentraler Orte relativiert sich. LandStadt oder StadtLand sind Muster in unseren Köpfen oder Pläne der Richt- und Raumplaner:innen, aber nicht in den Herzen der Menschen. Einfach Machen mit dem was ist, bringt Bewegung. Denn Heimat ist ein Gefühl und kein Ort, wenn zentrale und dezentrale Orte in Balance sind und die Schweiz damit erneuert.

ein Bewusstsein für Herzbildung


Bildung ist mehr, weit mehr als Wissen. Es umfasst Gefühle, Willenskraft und Wortwahl (weit über die Sprachfertigkeiten hinaus). Im Kern geht es um unnötige Macht zwischen Führung und Menschen, Männer und Frauen oder Eltern und Kindern. Bilden Netzwerke im digitalen Wandel das Zentrum, steht das Herz im Mittelpunkt. Dafür braucht es Verantwortung.

Jetzt mal ehrlich...

Von 2016 bis 2019 hat der Gründer Remo Rusca pionierhaft mit Selbstorganisation eine Genossenschaft mit aufgebaut. Während dieser Zeit und danach tauchte er in die Schatten und Täler seines Verhaltens und der Haltungen dahinter ein. Daraus ist der Musterbruch-Weg entstanden.